Landseer-im-Web.de
Willkommen auf der umfassendsten privaten Webseite zur Hunderasse Landseer! Schön, dass Du zu uns gefunden haben.Um Dich beim Auffinden von Informationen innerhalb dieser Domain zu unterstützen, hier ein paar Tipps:
- Du befindest Dich momentan bei » Schwarz auf Weiß unserem Blog mit Artikeln zu verschiedenen Aspekten der Landseerhaltung. Über » Artikelübersicht gelangst Du zu einer Liste aller Artikel und Rubriken.
- Auch im » Diskussionsforum findest Du eine Menge Infos. Natürlich kannst Du dort auch Fragen stellen und/oder Deine eigenen Erfahrungen weitergeben.
- Fotos und Videos findest Du in der » Mediathek.
- Leider ist auch dies manchmal notwendig: » Landseer in Not hilft bei der Vermittlung von Landseern, die ein neues Zuhause suchen.
- Über, den News-Ticker, hast Du Zugriff auf die letzten Aktualisierungen dieser Seiten.
- » Home bringt Dich immer zu der Startseite dieser Domain. Dort findest Du einen kompletten Überblick über das Angebot von Landseer-im-web.de
Last, not least:
Nachdem diese Domain seit nunmehr acht Jahre online ist, unterliegt sie zur Zeit in einer kompletten Überarbeitung. Dadurch mag es Dir vorkommen, dass nicht alle Teile "wie aus einem Guss" wirken, und manches vielleicht auch noch etwas holprig ist. Aber ich arbeite daran ...
... und nun viel Spaß beim Schmökern
Holger Neeb, WebMaster "landseer-im-web.de"
"Liposarkom beim Hund / metronomische Chemotherapie mit Endoxan" ...
... ein wahrlich sperriger Titel und ein Thema, zu dem es aus vielerlei Gründen
nicht leicht fällt etwas zu schreiben.
Ich hatte in den vergangenen Tagen und Wochen immer mal wieder im Internet nach Informationen zu diesem Thema gesucht, aber wenig bis überhaupt nichts
gefunden. Da die gefundenen Informationen zu den Begriffen "Liposarkom" und/oder "metronomische Chemotherapie" auch fast alle aus dem Bereich der
Humanmedizin stammten, habe ich mich entschlossen habe, diesen Blogeintrag zu erstellen.
Dies auch in der Hoffnung, an dieser Stelle einige Informationen
und gegebenenfalls auch Erfahrungen anderer Hundehalter sammeln zu können.
Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Mediziner bin und medizinische Themen - und dieses gehört zweifelsfrei in diese Kategorie - weder zu meinen Stärken, noch zu meinen Vorlieben gehören. Aus diesem Grund mögen sich fachliche Fehler in meine Darstellung eingeschlichen haben, um deren Korrektur ich gegebenenfalls ausdrücklich bitte. Dieser Blogeintrag ist selbstverständlich auch nicht als Ratgeber zu verstehen, sondern lediglich als ein Erfahrungsbericht.
Aber warum überhaupt ein Blogeintrag zu diesem Thema. Hier eine kurze Chronologie, sozusagen das "Was-bisher-geschah":
Frühsommer 2010:
Wir ertasten bei unserem zu dieser Zeit siebenjährigen Landseerrüden
Chewbacca seitlich an der linken Hüfte eine Knoten/Geschwulst.
Dieses ist gut verschiebbar und versucht offenkundig keinerlei Schmerzen.
Wir gehen davon aus, dass es ich um ein Lipom (vgl.
"Lipom" bei
wikipedia.de) handelt und beschließen, bei unserem nächsten Tierarztbesuch,
diesen darauf anzusprechen.
Kurz vor Weihnachten 2010:
Während unseres Weihnachtsurlaub fahren wir zu einer
Tierklinik, da wir Chewies Ohrentropfen zuhause vergessen hatten. Das Geschwulst ist in den letzten Monaten gewachsen und mittlerweile
auch deutlich zu sehen. Allerdings scheint es bislang keinerlei Beschwerden zu
verursachen.
Die Tierärztin in der Klinik nimmt eine
Feinnadelbiopsie
vor, deren Ergebnis wir ...
... kurz nach Weihnachten 2010
zunächst telefonisch und Anfang Januar auch schriftlich erhalten:
Ich vereinbare einen Termin für eine weitere Untersuchung in der Tierklinik Hofheim. Dort wird am ...
... 17.01 2011
eine zweite Biopsie durchgeführt und vorsorglich bereits ein möglicher Operationstermin für den 24.01. festgelegt.
Zusätzlich zur Biopsie wird eine Computertomographie (CT) des betroffenen Bereiches und eine Röntgenaufnahme des Brustraumes
gemacht. Letztere zeigt zwar einen vergrößerten Lymphknoten, aber ansonsten keine Auffälligkeiten, insbesondere keine
Metastasen im Lungenbereich.
Nach zwei Tagen erfolgt die Bestätigung durch den
Pathologen der Klinik: Bei dem Geschwulst handelt es sich um ein
Liposarkom, einen bösartigen und bei Hunden äußerst seltenen Tumor.
24.01.2011:
Für 09:00 ist die Operation festgesetzt. Diese verläuft, so der operierende Arzt, ohne Komplikationen.
Allerdings musste zur Entfernung des Tumorbettes tief in die Oberschenkelmuskulatur
geschnitten werden.
Bereits um 11:30 kann ich mit Chewie, wie wir Chewbacca meist nennen, wieder den
Nachhauseweg antreten.
Chewie erholt sich in den nächsten Tagen und wir können auch wieder kleinere
Spaziergänge unternehmen. Schön, dass er nicht um das Wesen seiner Krankheit
weiß. Dafür sind die in der letzten Zeit doch häufigen Tierarztbesuche für ihn
doch sehr aufregend und es tut einem dann wieder leid, dass man ihm andererseits auch nicht
erklären kann, dass diese doch nur zu seinem Besten sind.
Nach einigen Tagen erhalten wir dann telefonisch auch wieder eine tendenziell
gute Nachricht: Die pathologische Untersuchung hat gezeigt, dass an den Rändern
des während der Operation entnommenen Tumorbettes keine Tumorzellen festgestellt
werden konnten. Auch wenn dies hoffen lässt, dass der Tumor komplett entfernt
wurde, so besteht dennoch das Restrisiko, dass noch Tumorzellen
verblieben sind oder der Tumor bereits gestreut hat, was die Frage nach einer Weiterbehandlung aufwirft.
03.02.2011:
Die Operationsnarbe ist soweit geschlossen, dass die Fäden gezogen werden
können. Für die kommende Woche vereinbaren wir einen Termin mit der Radiologin.
Wir gehen davon aus, dass eine weitere Behandlung durch Bestrahlung stattfinden wird.
10.02.2011:
Die Radiologin rät, wenn auch nur indirekt, von Bestrahlungen ab, da der Tumor zu groß gewesen und zu tief gesessen hätte, als dass sie die notwendige Strahlendosis einsetzen könne.
Dies insbesondere auch unter Berücksichtigung der Nähe des Rückenmarks und des Darmbereichs.
Als Alternative schlägt sie eine metronomische Chemotherapie (vgl.
Metronomische Therapie in der Onkologie oder
Metronomische Chemotherapie - Tumorsystem aus der Balance) mit
Endoxan
vor, weißt aber auch darauf hin, dass es mit dieser Behandlung bislang wenig Erfahrungen gibt.
Als Nebenwirkung nennt sie eine Blasenentzündung, die in 6-15% der Fälle
auftreten könne.
in den folgenden Tagen entscheiden wir uns für die Chemotherapie und gegen die
Bestrahlung. Dies vor allem, weil wir einem "bißchen" Bestrahlung - eine
Bestrahlung mit einer (zu?) geringen Strahlendosis - gefühlsmäßig eher skeptisch
gegenüber stehen, aber auch, weil die einzelnen Behandlungstermine mit jeweils
einer, wenn auch leichten, Narkose verbunden wäre.
17.02.2011:
In der Klinik wird vor Beginn der Chemotherapie ein
Blutbild gemacht. Chewies Blutwerte sind alle in Ordnung. Ein Ultraschall des
Lymphknotens, der auf der Röntgenaufnahme vom 17.01. vergrößert war, zeigt, dass dieser Lymphknoten
wieder normale Größe hat.
Ich nehme von der Klinik die Medikamente
Endoxan
und
MetaCam, das begleitend gegeben werden soll, mit. Beide Medikamente soll
Chewie, sofern keine Nebenwirkungen auftreten, täglich und für einen Zeitraum
von mindestens 4 Monate bekommen. Eigentlich soll Endoxan in einer Dosis von 15
mg verabreicht werden. Da diese Dosierung jedoch nicht vorrätig ist und von einer
Apotheke extra angefertigt werden muss, werden wir ihm die erste Woche eine Dosis vom 10
mg Endoxan geben.
In Abständen von drei Wochen soll während der Behandlung regelmäßig ein Blutbild
erstellt werden. Falls während der Chemotherapie Nebenwirkungen auftreten wird
diese gegebenfalls abgebrochen. Nach Beendigung der Beendigung der Behndlung
soll ein CT erstellt werden.
18.02.2011:
Wir
geben Chewie erstmals die Medikamente. Es ist schon ein
ungutes Gefühl, dass wir ihm Tabletten geben, die wir nicht einmal, so die
Anweisung der Klinik,
berühren dürfen. So ziehen wir immer EInweghandschuhe an, wenn wir die Tabletten
entnehmen und ihm zusammen mit einem Stück Leberwurst - einem Leckerchen, dem
bislang noch keiner unserer Hunde widerstehen konnte und das wir deshalb immer
verwenden, wenn einmal Tabletten verabreicht werden müssen - geben. Unnötig zu
erwähnen, dass wir Chewie an diesem Tag fast nicht aus den Augen lassen.
28.02.2011:
Endoxan (15mg) ist von der Apotheke fertiggestellt worden. Ab morgen werden wir
ihm somit eine höhere Dosis geben.
In den vergangenen Tagen konnten wir keine Nebenwirkungen feststellen. Chewbacca
ist sogar ausgesprochen munter und wirkt "bester Laune".
10.03.2011:
Erster Kontrolltermin: Die Blutwerte zeigen keinerlei Verschlechterung. Der
nächste Kontrolltermin findet am 31.03 statt.
Anmerkung des Autors:
Ich habe bei dem vorstehenden Text bewusst auf eine weitere Erläuterung der
medizinischen Begriffe verzichtet, sondern per Link auf Seiten verwiesen, welche
sich mit den jeweiligen Begriffen befassen und diese sicherlich besser erklären,
als ich dies vermag. Sollte es diesbezüglich bessere Links geben, biite ich um
Information.
Vielen Dank, Holger Neeb
Chewie hatte auch zwar früher auch schon immer mal wieder Probleme mit seinem Magen, aber in den letzten Tagen beobachten wir dies aber häufiger. Da wir jetzt auch erfahren haben, dass ein anderer Hund, der eine Therapie mit Endoxan gemacht hatte, einen Magenschutz benötigte, werden wir bei unsererm nächsten Kontrolltermin in Hofheim dies sicherlich dort ansprechen.
Im Gegensatz zu meinem Eintrag vom 28.02 wirkt Chewie in den letzten Tagen oft müde, manchmal schon fast schlapp. Da er eigentlich für einen Landseer immer recht fit war und wir ihn so überhaupt nicht kennen, macht uns dies natürlich auch Gedanken. Aber ist es eine (Neben)Wirkung des Medikamentes? Ist es vielleicht einfach nur eine Art 'Frühjahrsmüdigkeit', denn auch Rayka ist momentan nicht besonders munter? Oder eine normale Altererscheinung, die in seinem Alter natürlich auch Auftreten kann? Oder sehen wir etwas einfach nur 'Gespenster'? Wir werden auch dieses Thema in der Tierklinik ansprechen.
LG
Holger mit Chewbacca & Rayka
es tut mir sehr leid, dass Chewbacca so eine schwere Krankheit erleiden muss. Aber wie schon angemerkt, Hunde wissen erstmal nicht um ihren Zustand.
Eine schwere Zeit für die Menschen. Ich kann nicht helfen oder was dazu sagen, ich kann Euch und Chewbacca aber viel Glück wünschen.
Brigitte Weil
ich lese eben mit Schrecken, dass Chewie euch Kummer bereitet! Ich schließe mich Brigitte mit den guten Wünschen für euren Bub an und hoffe doch sehr, dass ihm noch eine lange, nicht mit Beschwerden behaftete Zeit bei euch bleibt.
Bei euch ist es sicher schon um Einiges wärmer als bei uns, so dass diese "Trägheit" durchaus mit der plötzlich eingesetzten Wärme zu tun haben könnte. Meine Beiden haben letzte Woche, als es schon mal so warm war, auch schwer gehechelt und waren deutlich langsamer unterwegs wie sonst.
Ich würde es sicher auch weiter gut beobachten und in der Tierklinik ansprechen. Leider (oder vielleicht doch GsD) kann ich zu Endoxan auch nichts sagen.
Alles Gute für Chewie
Beate
Chewie hatte in den vergangenen 1-2 Jahren immer mal wieder Probleme mit seinen Ohren, die wir leider nie ganz in den Griff bekommen hatten. Momentan ist vor allem sein rechtes Ohr stark entzündet und ein Abstrich, der gestern gemacht wurde, hat dort auch Bakterien und Hefepilze gezeigt.
Gegen diese Entzündung/Bakterien/Pilze, die sicherlich keine Nebenwirkung seiner Chemotherapie ist, soll er nun über 10 Tage ein Anitbiotikum ('Synolux') und Tropfen ('Surolan') bekommen. Die ersten zwei Tage der Behandlung mit dem Antibiotikum wird die Gabe von 'Endoxan' und 'Metacam' ausgesetzt .
Eine zweite "Baustelle" ist die verstärkt auftretende Reizung seines Magens, die sicherlich eine Nebenwirkung - wahrscheinlich des 'Metacam' - ist. Für seinen Magen, bzw. gegen dessen Reizung, haben wir das aus der Humanmedizin stammende 'Sucrabest' bekommen und werden ihm dieses jetzt allabendlich geben und zumindest heute morgen, gestern hatte er die erste Tabette bekommen, hatte er keine Magenprobleme.
In unserer Küche "stapeln" sich in bislang ungewohnter Weise die verschiedenen Medikamente und Zettel wie und wann diese zu verabreichen seien...
"No news is good news" (Keine Nachrichten sind gute Nachrichten) könnte ich diesen Eintrag überschreiben, denn mein letztes Posting zu diesem Thema liegt nun schon drei Monaten zurück und, um gleich zur Sache zur kommen, Chewie geht es so gut wie schon seit geraumer Zeit nicht mehr:
- Da die Behandlung seiner Ohren nur wenig Erfolg zeigte und weiterhin vereitert und entzündet blieben, wurden diese vor vier Wochen in Narkose ausgespült. Seitdem werden die Ohren mit Cortison/Antibiotika behandelt und Chewie ist mittlerweile beschwerdefrei, was sicherlich ganz wesentlich zu seinem momentanen Wohlbefinden beiträgt. Heute ist der zweite - und hoffentlich letzte - Kontrolltermin bei einer Dermatologin der Klinik in Hofheim.
- Chewies Magenprobleme hörten nach der Gabe von 'Sucrabest' praktisch sofort auf, so dass wir dieses Medikament auch sehr schnell wieder absetzen konnten. Danach hatte er nur noch ein einziges Mal leichte Probleme mit dem Magen, die mit einer Gabe von 'Sucrabest' behoben werden konnten.
- Last, not Least - die Chemotherapie: Stand heute würde ich bei keinem der geschilderten Probleme sagen, dass es sich um eine Nebenwirkung des 'Endoxan' handelt. Auch die im März beschrieben Schlappheit ist verflogen.
Jetzt hoffen wir, dass es Chewie noch lange so gut geht und, da er bis vor zweieinhalb Jahren Zughundearbeit gemacht hatte (s. Chewie vor dem Sacco-Cart (Video), haben sogar überlegt, ihm einen besonders leichten und leichtgängigen Wagen bauen zu lassen, mit dem er zumindest noch einfache Parcours gehen kann.
Liebe Grüße
Holger mit Chewie & Rayka
Ich hoffe dir und deinen Vierbeinern geht es gut!
Ich fand deine Berichte recht hilfreich und aufmunternd! Morgen fangen wir bei unserer emey,
retrieverdame 30kg, eine chemo mit endoxan, 10mg zwei mal wöchentlich, und piroxisam 10mg
ein mal täglich an! Ich hoffe, sie verkraftet das alles genau so gut wie dein Hund!!
Euch allen alles liebe,
Monika mit emely, Nils, lotti und Leonie.....
Es ist jetzt fast auf den Tag ein Jahr her, dass wir Chewies Diagnose erhalten hatten. Mit all den damit verbundenen Ängsten und Hoffnungen...
In diesem Jahr hat er eine Operation und eine halbjährige Chemotherapie mitmachen müssen. Aber ich kann sagen, dass es ihm heute deutlich besser geht wie vor der Behandlung! Er ist wieder fit und voller Lebensfreude. Wir sind darüber sehr glücklich.
Ich drücke Euch ganz fest die Daumen, dass die heute beginnende Chemo Eurer Emely genauso hilft und Ihr im neuen Jahr dann viel Freude miteinander habt.
Vielleicht kannst Du ja nach Ende der Chemo kurz schreiben, wie die Therapie bei Euch gelaufen, ist.
Liebe Grüße und alles erdenklich Gute für das neue Jahr
Holger
Etwaige Fragen können entweder direkt per Email durch den jeweiligen Verfasser, oder aber bei "Fragen? Antworten! Meinungen...", unserem Diskussionsforum, beantwortet werden.
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